Auf die täglich gestellten Fragen rund um Jesus Christus, Gott und den Heiligen Geist geben qualifizierte Theologen und geistlich verantwortliche Fachleute leicht verständliche, an der Bibel ausgerichtete und einladende Antworten.
Dabei haben sich bereits knapp 200 Theologen aus unterschiedlichen christlichen Werken, Konfessionen und Ausbildungsstätten zusammengetan, um neuen, einmaligen Content für die Plattform creedle rockc zu erstellen.

Jesus wuchs in einfachen Verhältnissen in Nazaret auf. Seine Taufe zeigte in wundersamer Weise, dass er von Gott gesandt war. Danach zog er als Prediger und Wundertäter durch die Gegend und faszinierte die Menschen. Er sammelte Schüler um sich, seine Jünger. Sie lebten einfach und weitgehend mittellos. Viele seiner Zuhörer waren zutiefst beeindruckt und glaubten ihm. Mit den Theologen seiner Zeit geriet er in zunehmend in Streit, was zu seinem Tod führte. Aber Gott erweckte ihn – Jesus lebt!

Das Evangelium von Jesus Christus besteht zum einen aus dem, was er selbst war und getan hat, und zum anderen aus dem, was er gepredigt hat (Markus 1,15). Jesus hat die Königsherrschaft Gottes angekündigt: eine erneuerte Gesellschaft, in der jeder Mensch in Harmonie mit Gott, den Mitmenschen und dem Rest der Schöpfung lebt. Sie wird aber erst möglich durch das, was Jesus getan hat, um die gescheiterte Menschheit zu retten (Römer 5,12-21): sein perfektes Leben als Vorbild (Philipper 2,5-11), sein Tod und seine Auferstehung.

„Jesus Christus” ist eine Zusammensetzung des Vornamens „Jesus” und des Titels „Christus”, was die griechische Form des jüdischen Titels „Messias” ist. „Jesus Christus” bedeutet also, dass Jesus für seine Nachfolger der von den Juden erwartete Messias ist.

Jesus wird Christus genannt, weil er einzigartig war. Sein Leben und seine Taten unterschieden ihn von allen anderen Menschen. Christus ist ein Titel, der diese Besonderheiten deutlich macht. Jesus war schlicht Mensch und Gott zugleich. Weil er eine einzigartige Person ist, lebte er ein einzigartiges Leben und tat Dinge, die für andere Menschen unmöglich waren.

Auf Jesus Christus zu hören, beginnt mit dem Lesen der Bibel! Durch die gesamte Bibel redet Jesus Christus zu uns (Lukas 24,27.44). Anhand der biblischen Lehren und Prinzipien muss ich alle anderen Aussagen von Menschen sowie die mich umgebenden Umstände und eigenen Eindrücke überprüfen (1. Thessalonicher 5,20-21). Sind sie im Einklang mit oder widersprechen sie der Bibel? Manchmal spricht Jesus zwar auch auf anderem Weg, doch die Aussagen der Bibel sind immer der entscheidende Maßstab.

Jesus Christus ist nicht der Heilige Geist. Vater, Sohn (Jesus) und Heiliger Geist sind zusammen der dreieinige Gott. Diese drei Personen werden jedoch voneinander unterschieden. Das können wir zum Beispiel in der Bibel in Johannes 14,26 sehen. Jesus spricht in diesem Vers zu seinen Jüngern über den Heiligen Geist. Diesen sendet Gott, der Vater, im Auftrag von Jesus zu den Jüngern.

Diese Frage lässt sich auf zwei Ebenen beantworten:
Fakten: Der „Christus“ wird im Alten Testament als Retter und König verheißen. Darüber gibt es viele Prophezeiungen, die Jesus alle erfüllt hat (vgl. Lukas 24,27). Man kann also sicher behaupten: Jesus ist der lange verheißene Retter und König, der Christus.
Persönlich: Auf die Frage von Jesus, für wen die Jünger ihn halten, antwortete Petrus: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“ (Matthäus 16,16) Auch dir gilt die Frage: Ist er der Christus für dich?

„Christus“ wird weitgehend als zweiter Eigenname von Jesus verstanden, ist aber eigentlich ein Bekenntnis. Denn das griechische Wort „christos“ ist die Übersetzung des hebräischen Begriffs „Messias“. Wer also Jesus den Christus nennt, sagt aus, dass er der im Alten Testament erwartete Messias ist. Deshalb wurden die Schüler und Nachfolger von Jesus schon bald „Christen“ genannt, d. h. Messias-Gläubige. Die Kritiker von Jesus allerdings lehnten diesen Anspruch von Anfang an ab.

Im Neuen Testament berichten die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, dass Jesus Christus Jude war. Dies tun sie direkt, indem sie Jesus Christus aufgrund seines Stammbaums als Juden darstellen (vgl. Matthäus 1,1-17). Sie tun es auch indirekt, indem sie berichten, dass Jesus Christus als Jude gelebt hat (vgl. Lukas 4,16).

Die meisten Juden glauben heute nicht an Jesus. Aber die ersten Christen waren Juden und innerhalb des Judentums gab es Streit darüber, ob Jesus der angekündigte Messias war. Juden, die an Jesus glauben, werden messianische Juden genannt. Orthodoxe, also strenggläubige Juden, glauben nicht an Jesus, weil sie ein anderes Konzept des Messias haben, dem er nicht entspricht. Andere glauben nicht an ihn, weil viel Antisemitismus in seinem Namen begangen wurde, auch wenn das mit seiner Lehre nichts zu tun hat.

Für Christen ist Jesus der Sohn Gottes, der durch ein Wunder menschgewordene Gott. Sie glauben: Jesus hat die Strafe für die Schuld aller Menschen übernommen. Am Ende der Zeiten müssen sich alle Menschen vor Jesus als höchstem Richter verantworten. Für manche Juden ist Jesus ein Irrlehrer, weil er aus ihrer Sicht gegen die Gebote des Alten Testaments gesprochen hat. Andere Juden halten Jesus für einen weisen Rabbiner, für einen der ihren, dessen Lehren lediglich von den Christen verfälscht wurden.

Jesus Christus ist der Mensch gewordene Sohn Gottes, Sohn Marias und Ziehsohn des Zimmermanns Josef. Mit knapp 30 Jahren begann er mit seiner öffentlichen Tätigkeit: Er predigte Gottes Reich, Liebe und Vergebung, sammelte Jünger um sich, vollbrachte Wunder und lehrte. Seiner Kritik an den religiösen Führern folgten Konflikte. Um 30 n. Chr. wurde er in Jerusalem gekreuzigt. Nach drei Tagen ist er auferstanden und nach weiteren 40 Tagen in den Himmel zurückgekehrt.
