
Die Auferstehung von Jesus Christus ist eine der zentralen Lehren des christlichen Glaubens und unterscheidet ihn von anderen Religionen. Die Bibel betont, dass Jesus nicht nur tatsächlich körperlich starb, sondern nach drei Tagen leibhaftig von den Toten auferstand (1. Korinther 15,4). Nur weil Jesus die komplette Kontrolle über Leben und Tod hat, kann die Auferstehung mit der Wissenschaft in Einklang stehen. Deshalb hat seine Auferstehung auch mit dem Schicksal von allen Menschen zu tun.

Der Tod und die Auferstehung von Jesus sind die einzigartigen Angelpunkte des christlichen Glaubens. Diese Ereignisse waren laut der Bibel nur deshalb möglich, weil es sich bei Jesus um mehr als nur einen vorbildlichen Menschen oder ein religiöses Oberhaupt handelt – er ist der Sohn Gottes und die Quelle des Lebens. Nur der leibhaftige Tod und die Auferstehung von Jesus stellen sicher, dass Gottes Plan mit der Welt in Erfüllung geht, das Böse besiegt und die Menschheit mit Gott versöhnt wird.

„Den Tod überleben“ – ist das nicht ein Widerspruch in sich? Genau das ist ein zentraler Bestandteil des christlichen Glaubens: Jesus Christus war tot und Gott hat ihn leibhaftig von den Toten auferweckt. Er hat Jesus in ein neues Leben gerufen und ihm alles im Universum, auch den Tod, untertan gemacht. Darum ist Jesus die Quelle des Lebens. Er ist fähig, den Tod außer Kraft zu setzen (Johannes 1,3-4; 11,38-44).

Die verschiedenen Texte, die über das Leben, Sterben und Auferstehen von Jesus Christus berichten, betonen unterschiedliche Nuancen. Sie beleuchten die Ereignisse, von denen sie schreiben, aus verschiedenen Perspektiven. Das bedeutet nicht, dass sie sich widersprechen – im Gegenteil, sie lassen sich in Übereinstimmung bringen.

Der Ausdruck „die Gnade unseres Herrn Jesus Christus“ stammt von den ersten Nachfolgern von Jesus und ist u. a. als Wunsch in den Briefen des Neuen Testaments zu finden. Er beschreibt all das, was Gott einem Menschen schenken will und was ihn zum Positiven verändert, z. B. die Vergebung der Schuld oder eine neue besondere Stellung vor Gott. Diese Dinge können wir durch den Glauben und eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus empfangen. Weil Jesus von den Toten auferstand, ist diese Gnade bis heute zugänglich.

Das Johannesevangelium liefert einen einzigartigen Einblick in das Leben von Jesus Christus. Es erhebt nicht den Anspruch, eine vollständige Biografie zu sein. Trotzdem enthält es die wichtigsten Informationen über das Leben von Jesus und wurde von einem Augenzeugen verfasst (Johannes 21,24). Unter anderem wird über den öffentlichen Dienst von Jesus, seine Begegnungen mit Menschen und die wachsende Ablehnung ihm gegenüber berichtet. Aber auch über seine Verhaftung und Hinrichtung – und natürlich über seine Auferstehung.

Die unterschiedlichen Erzählungen über Jesus Christus in den Evangelien stellen Jesus aus unterschiedlichen Blickwinkeln dar. Kein Evangelium erhebt den Anspruch, jedes einzelne Detail aus dem Leben des Jesus von Nazaret zu schildern. Gemeinsam ergeben die Erzählungen ein vollständiges Bild von der Person und dem Leben von Jesus. Gemeinsam beantworten sie die Frage, warum Jesus und sein Leben, sein Tod und seine Auferstehung die wichtigsten Ereignisse der Weltgeschichte sind.

Jedes der vier Evangelien bietet einen einzigartigen Einblick in die Person Jesus Christus und beschreibt ihn aus einer bestimmten Perspektive. Die Evangelien erzählen zwar dieselbe Geschichte, doch möchten sie dabei unterschiedliche Themen betonen. Dafür sind die Evangelien unterschiedlich aufgebaut und erzählen dieselben Geschichten teilweise mit anderen Schwerpunkten.

Außerhalb der Bibel finden sich Belege dafür, dass Jesus Christus eine historische Person war, die von den Römern gekreuzigt wurde. Vor allem die vier Evangelien berichten ausführlicher über das Leben von Jesus. Der Kern der Geschichte von Jesus lässt sich so zusammenfassen: Jesus starb freiwillig für die Menschheit am Kreuz. Er wurde begraben und nach drei Tagen von den Toten auferweckt. Die ersten Nachfolger von Jesus waren überzeugt davon, dass dies die Wahrheit war.

Jesus Christus starb an einem Freitag vor dem Passafest um ca. 15 Uhr, vermutlich am 7. April im Jahre 30 oder am 3. April im Jahre 33. Dieses Datum lässt sich errechnen, weil die vier Evangelien der Bibel berichten, dass Jesus an einem Freitag starb (Markus 15,42) und dass er etwas über dreißig Jahre alt war (Lukas 3,23). Gerade im Jahre 30 und 33 fiel der Tag vor dem Passafest auf einen Freitag. Deshalb sind diese beiden Daten die wahrscheinlichsten Termine für den Tod von Jesus.

Die Gründe, weshalb Menschen nicht an Jesus glauben, sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Doch der eigentliche Grund ist das menschliche Herz. Nicht an Jesus zu glauben ist kein intellektuelles Problem, sondern eine Frage des Willens. Jeder Mensch möchte selbst über sein Leben bestimmen. Wer an Jesus glaubt, der gibt sein Recht der Selbstbestimmung auf und entblößt, wie hilflos und verkehrt er ist. Das geht gegen die menschliche Natur (vgl. Johannes 3,19-20).

Jesus heißt auch Christus, weil ihn die frühen Christen so nannten. „Christos“ ist die griechische Übersetzung für den hebräischen Begriff „Maschiach“ (Messias), der„Gesalbter“ bedeutet. In der jüdischen Bibel (unserem Alten Testament) steht, dass Gott einen Messias senden wird, der Israel erlöst und die Welt mit Gott versöhnt (vgl. Psalm 2,2; Daniel 9,25f). Weil zuerst die Jünger von Jesus und dann immer mehr Menschen davon überzeugt waren, dass Jesus dieser versprochene Retter ist, nannten sie ihn „Christus“.
