
Nachdem Gott die ersten Menschen geschaffen hatte, lebten diese in der Nähe Gottes in einer perfekten Welt. Doch schon bald rebellierten die ersten Menschen gegen Gott. Die Folge dieser Rebellion war die Trennung von Gott, unter der wir alle heute noch leiden. Aber Gott hat auch einen Weg zurück zu ihm aufgetan.

Gott existiert außerhalb menschlicher Wahrnehmungsfähigkeit. Er ist ein Geistwesen und nicht ohne Weiteres erkennbar. Wir Menschen sind so geschaffen, dass wir eine Ahnung von ihm haben. Wir können ihn als allmächtigen Schöpfer in der Schöpfung wahrnehmen (Römer 1,19-20). Gott macht sich durch seinen Sohn, Jesus Christus, erkennbar. Unsere Aufgabe: an ihn glauben! In ihm haben wir Gott mit seinen Eigenschaften, seinen Worten und Taten überall vor Augen.

Die Katholische Kirche sieht in Jesus den Sohn Gottes und versteht ihn als eine Person des dreieinigen Gottes. Der katholische Glauben steht zu dem zentralen altkirchlichen Glaubensbekenntnis, in dem über Jesus geschrieben steht, dass er „wahrer Gott“ und „eines Wesens mit dem Vater“ ist.

Christen glauben:
Himmel und Erde, das ganze Universum, sind von einem allmächtigen Gott aus dem Nichts ins Dasein gerufen worden. Bewusst und zielgerichtet. Menschen haben sich nicht zufällig durch Mutation und Selektion aus einfacheren Lebensformen entwickelt. Gott hat sie vielmehr in seinem Bild als verantwortliche Gegenüber geplant und erschaffen (1. Mose 1,27). Diese schöpferische Tätigkeit Gottes ist eine der wichtigsten Lehren der Bibel überhaupt – und für uns Grund zur Dankbarkeit und Anbetung.

Ja, man kann auch heute noch an Gott glauben. Es gibt viele verschiedene Argumente und Hinweise, die dafür sprechen – etwa die Frage nach dem Sinn des Lebens, die Entstehung der Welt oder übersinnliche Erfahrungen. Die entscheidende Frage ist jedoch, ob man an Gott glauben möchte und bereit ist, sich auf die Suche zu machen.
Herzliche Einladung an dich: Mach dich auf die Suche! Jesus verspricht: „Sucht und ihr werdet finden.“ (Matthäus 7,7)

Der wohl bekannteste Bibelvers, der von Gottes Liebe spricht, ist Johannes 3,16: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hingab. Jeder, der an ihn glaubt, soll nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ Es gibt aber noch viele andere Bibelverse, die von Gottes Liebe sprechen. Eigentlich ist die ganze Bibel ein Liebesbrief Gottes an uns Menschen. Der größte Beweis von Gottes Liebe ist, dass er seinen Sohn für uns in die Welt sandte.

Gottes Liebe ist nicht davon abhängig, wie sich ein Mensch verhält oder was er darstellt. Gottes Liebe ist ein unverdientes Geschenk. Sie ist unveränderbar und voll von Gnade und Barmherzigkeit.
Wie groß diese Liebe in ihrem vollen Ausmaß ist, lesen wir in Johannes 3,16: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hingab.“ Durch Jesus wird Gottes Liebe greifbar. Denn er gibt das Wertvollste, das er geben kann: sich selbst.

Die Sünde ruft Gottes Zorn hervor. Doch sein Zorn unterscheidet sich von einem wutentbrannten Wirken, wie wir es bei Menschen erleben. Gottes Güte übertrifft seinen Zorn. Die Bibel sagt über Gott: „Nur einen Augenblick dauert sein Zorn, doch seine Güte umfasst das ganze Leben.“ (Psalm 30,6) Sein Zorn trifft die Sünde und will uns auf den guten Weg zurückbringen.

Gott zornig über Ungerechtigkeit, Sünde und Leid in der Welt. Diese Dinge sind Folge davon, dass sich der Mensch von Gott abgewandt hat. Deshalb wird Gott auch zornig, wenn Menschen sich von seiner Liebe abwenden.
In Jesus Christus kommt Gott selbst in die Welt. Er stirbt als Unschuldiger am Kreuz und nimmt den Zorn Gottes auf sich. Er schafft durch seinen Tod und die Auferstehung eine Lösung für Ungerechtigkeit, Hass und Sünde in dieser Welt (2. Korinther 5,21).

Gottes größter Wunsch ist, dass wir ihm im Alltag begegnen. Dafür hat er einige Begegnungspunkte geschaffen. Die Natur hilft uns, ihn als Schöpfergott zu erkennen. Ganz persönlich begegnen wir ihm im Gebet und durch die Bibel. Im Gebet sprechen wir mit ihm und in der Bibel lesen wir seine Worte. Auch durch Begegnungen mit Christen können wir Gott erleben. Die schönste Begegnung mit Gott ist, wenn wir seinem Sohn Jesus unser Vertrauen schenken (Johannes 14,23). So verändert sich das ganze Leben.

Unerwartetes Leid kann unseren Glauben an Gott erschüttern. Dennoch gibt es einen Weg, der uns zu neuem Vertrauen führt. Diesen Weg zeigt uns Psalm 13 exemplarisch. Am Anfang steht die Klage an Gott. Kein zielloses Jammern, sondern ein Klagegebet an den im Moment rätselhaften Gott. Die Klage mündet in Bitten um seine Hilfe. Mit den Bitten an Gott wächst neues Vertrauen auf ihn. So kann man schließlich sagen: „Aber ich habe fest auf deine Güte vertraut.“ (Psalm 13,6)

Mose erhielt von Gott die 10 Gebote, nachdem das Volk Israel aus Ägypten ausgezogen war. In dieser Situation der neugewonnenen Freiheit war eine allgemeine Gesetzgebung dringend erforderlich. Die 10 Gebote lehren Ehrfurcht vor dem Schöpfer und Rücksicht auf den Nächsten. Israel wurde durch sie zum Licht für die Völker. Bis heute können die 10 Gebote uns helfen, das Doppelgebot der Liebe von Jesus besser zu verstehen und konkreter im Alltag umzusetzen (vgl. Matthäus 22,37-40).
