
Die Zehn Gebote können nicht als entweder evangelisch oder katholisch bezeichnet werden. An zwei Stellen in der Bibel werden die Zehn Gebote aufgelistet, im 2. Buch Mose (20,1-17) und im 5. Buch Mose (5,6-21). Damit sind sie Teil der Heiligen Schrift der Juden und zentraler Bestand des jüdischen Glaubens. Mit dem gesamten Alten Testament wurden sie sowohl von katholischen als auch evangelischen und ebenso allen anderen Christen übernommen.

Gott straft Hiob nicht direkt. Es ist Satan, der Hiob straft. Allerdings nur mit Erlaubnis und Begrenzungen Gottes. Durch das Leid in Hiobs Leben und seinem Festhalten an Gott erreicht seine Gottesbeziehung eine neue Stufe. Der Satan hat verloren, Gott wurde verherrlicht und Hiob wird wieder gesegnet.

Einer der großen „Israeltexte“ der Bibel ist 5. Mose 7,6-8. Dort wird über Israel gesagt: „Der Herr, dein Gott, hat dich erwählt.“ Israel ist Gottes Volk, weil Gott es erwählt hat. Unter all den Völkern fiel seine Wahl auf dieses eine Volk: Israel. So wurde Israel zu Gottes „Eigentumsvolk“.

Neben den Weltreligionen (Judentum, Christentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus, Konfuzianismus und Daoismus) gibt es eine Vielzahl weiterer Religionen. Die Religionen unterscheiden sich teilweise erheblich – auch im Blick auf das Gottesbild. Welche Religion hat nun die Wahrheit? Ist es überhaupt denkbar, dass eine Religion wahr ist, während die anderen falsch sind? Die Antwort lautet: Es gibt Kriterien, anhand derer der wahre Gott erkannt werden kann.

Beten bedeutet, die Verbindung zu Gott aufzunehmen. Doch wie genau spricht man sein Gegenüber an, wenn man betet? Sagt man einfach „Gott“? In der Bibel finden sich in Gebeten unterschiedliche Anreden. Gottes Volk, die Juden, betete vor allem zu JHWH. Für neutestamtliche Christen dagegen gibt es maßgebliche Gründe, zu dem Herrn Jesus Christus zu beten oder aufgrund ihrer Stellung als „Kinder Gottes“ ihre Gebete an den Vater im Himmel zu richten.

Gebet und Anbetung sind ausschließlich an Gott zu richten. Da Jesus Gott ist, kann man zu ihm, wie auch zum Heiligen Geist beten. Der christliche Gott wird als ein Gott in drei Personen geglaubt. Die drei Personen sind Vater, Sohn (Jesus) und Heiliger Geist. Genau genommen ist die Anrufung Mariens kein Gebet, sondern eine Bitte um das Gebet. Es gibt christliche Konfessionen, in denen die Anrufung von Maria und auch anderer Personen, den sogenannten „Heiligen“, mit der Bitte um Gebet üblich ist.

Gibt es Gott? Ja!
Er hat sich im Besonderen durch Jesus Christus offenbart. Das heißt: Wer Gott wirklich ist, wird durch Jesus sichtbar. Wir können eine persönliche Beziehung zu ihm haben und Gott so selbst kennenlernen. Darüber gibt es verschiedene philosophische und naturwissenschaftliche Argumente, die für die Existenz Gottes sprechen.

Um die Frage beantworten zu können, wie Gott aussieht, müssen wir zunächst fragen, woher wir überhaupt von Gott wissen. Die Antwort lautet: Gott hat sich uns in der Bibel mitgeteilt und ist außerdem in seinem Sohn Jesus Christus Mensch geworden. In der Bibel wird gesagt, dass Gott einerseits unvorstellbar ist und wir uns überhaupt kein Bild von ihm machen sollen. Er übersteigt alles menschliche Vorstellungsvermögen. Andererseits durften Menschen in Jesus den unbegreiflichen Gott sehen.

Der Schöpfer der Welt ist Gott. Dies lehren einmütig die großen monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam). Er ist allmächtig, allgegenwärtig, allwissend und ewig. Weil Gott ewig ist, also weder einen Anfang noch ein Ende hat, wurde er auch von niemand erschaffen. Er war schon immer da (Psalm 90,2).

Der Bibel nach ist die Existenz Gottes offenkundig. „Durch ihn leben wir doch, bewegen wir uns und haben wir unser Dasein“, sagt der Apostel Paulus (Apostelgeschichte 17,28). Auch an anderer Stelle argumentiert er, dass Gott anhand seiner Werke erkannt werden kann. Gottes Kraft und Weisheit sind erkennbar, wenn man sich die Schöpfung anschaut (Römer 1,19-20). Und wenn wir durch unser Gewissen spüren, dass es Gut und Böse gibt, dann weist uns das auf Gott als Gesetzgeber hin (Römer 2,14-15).

Gott stellt sich dir als Schöpfer des Universums vor. Er sagt dir, dass du ihn als solchen anerkennen und ehren sollst (Römerbrief 1,19-20). Er gebraucht dazu dein Denken, aber auch dein Gewissen, welches dir persönliche Schuld signalisiert. Gott sagt dir auch, dass du seine Vergebung brauchst – und er zeigt dir, wie du sie bekommst. Wenn du schon von der Vergebung durch Jesus Christus weißt, verhalte dich so, dass es Gott und den Menschen Ehre macht.

„Gott in uns“ mag zunächst seltsam und missverständlich klingen. Gott ist Geist (Johannes 4,24) und hat sich ausschließlich in Jesus als wahrer Mensch und Gott manifestiert (Johannes 1,14.18). Aber Gott lebt durch seinen Heiligen Geist in uns. Dieser eröffnet uns Menschen die Dimensionen Gottes. Ziel Gottes in uns ist es, unser Denken in seinem Sinn zu verändern (Römer 12,2).
