
Jesus selbst gibt sich Menschen zu erkennen. Dies geschieht heute in vielfältiger Weise durch sein Wort und den Heiligen Geist. In der Bibel steht: Niemand kann „sagen: Jesus ist der Herr! wenn nicht der Heilige Geist in ihm wirkt“ (1. Korinther 12,3b).

In der Bibel zeigt sich das erste Mal, dass Jesus bewusst war, dass er Gottes Sohn ist, als er 12 Jahre alt ist (Lukas 2,41-51). Seit wann er das weiß und woher, wird aber nicht gesagt. Maria und Josef, seine Mutter und sein Ziehvater, wussten schon vor seiner übernatürlichen Empfängnis und Geburt, dass Jesus der Sohn des Höchsten war (Matthäus 1,23). Vermutlich haben sie Jesus von den Geschehnissen erzählt, aber wir wissen nicht, wann (oder ob) das passiert ist.

Es ist klar, dass der erwachsene Jesus seine Identität als Sohn Gottes kannte (Johannes 5,17-18). Schon mit 12 Jahren konnte er sagen, dass Gott sein Vater war (Lukas 2,41-51). Wie könnte er es auch nicht wissen, wenn er doch tatsächlich Gott war? (Johannes 1,1.14.18) Doch wann oder wie Jesus als Mensch diese Identität zuerst wahrgenommen hat, wird in der Bibel nicht gesagt. Womöglich haben seine Mutter Maria und sein Ziehvater Josef es ihm gesagt (Lukas 2,25-35.50)

Christen glauben, dass Jesus Gottes Sohn war und ist, weil er selbst diesen Anspruch erhoben hat. In der Bibel wird Jesus auch von anderen Personen als Sohn Gottes bezeichnet, z. B. von den Jüngern (Matthäus 14,33), von Dämonen (Matthäus 8,29), vom Teufel (Matthäus 4,3.6), vom Hauptmann unter dem Kreuz (Matthäus 27,54) und von den Verfassern der Evangelien (Markus 1,1). Selbst der Hohepriester fragte Jesus, ob er der Sohn Gottes sei (Matthäus 26,63). Er kannte demnach den Anspruch von Jesus bereits.

Die Person Jesus wird auch im Koran erwähnt. Dort trägt er den Namen „Isa”. Im Islam ist er einer der größten Propheten. Er gilt als der Überbringer des Evangeliums (arab. Injil) für das Volk Israel. In der Bibel ist Jesus Christus mehr als nur ein Prophet. Er wird unter anderem als Sohn Gottes bezeichnet (Markus 1,1; Lukas 1,35), der die Menschen von Schuld und Sünde befreit. Damit ist er nicht nur der Überbringer einer Nachricht, er selbst ist die gute Nachricht (Evangelium) für alle Menschen.

Nachdem die Menschheit sich von Gott unabhängig erklärt hat (1. Mose 3,5) und bis heute eigenwillig lebt (durch Übertretungen von Gottes Geboten), hat sie ihr Anrecht auf ein ewiges Leben verloren (Römer 3,23; 6,23). Gott bietet trotzdem durch Jesus Rettung an. Doch das ist reine Gnade (Epheser 2,8-9).
Wer sichergehen will, dass niemand verloren geht, setzt sich dafür ein, dass andere von Jesus erfahren.

Esoteriker sind meist offen für viele religiöse Traditionen und integrieren bestimmte Elemente des christlichen Glaubens in ihr eigenes spirituelles Konzept. Manche verstehen Jesus als weisen Meister, als Guru oder als kosmische Energie. Auch wenn viele Esoteriker die großen Kirchen mit ihren Dogmen und Machtansprüchen ablehnen, faszinieren und überzeugen die Authentizität von Jesus und seine Vollmacht über die Energien des Kosmos Menschen, die auf der Suche nach echter Spiritualität sind.

Jesus schenkt Weisheit und formt unsere Gedanken und Gefühle, sodass wir die richtige Entscheidung treffen können. Zum Beispiel, indem wir die Bibel lesen und ernst nehmen, uns weisen Rat von Mitmenschen geben lassen und durch den Heiligen Geist, der in allen Christen lebt. Solange Gott keine außergewöhnliche Führung schenkt, soll und darf jeder Mensch sein Leben aktiv gestalten.

In der Bibel werden Hirten als Menschen vorgestellt, die ihre Herde beschützen, sie anführen und versorgen. In Johannes 10,11 bezeichnet Jesus sich als den guten Hirten und überträgt diese Eigenschaften auf sich selbst. Er ist der Beschützer, Versorger und Anführer seiner Nachfolger.

Für Jesus sollte der Sabbat den Menschen dienen, nicht umgekehrt. Daher heilte er die Kranken auch am Sabbat. Doch die Gelehrten sahen es genau umgekehrt. Sie wachten akribisch über der Einhaltung des Sabbattages – das Gesetz war in ihren Augen wichtiger als die Menschen. Jesus stritt mit ihnen, weil sie über ihrer Gesetzlichkeit die Liebe zu den Menschen und die Barmherzigkeit vergaßen (Lukas 11,42).

Jesus mochte Musik. Für ihn war Musik selbstverständlich, denn schon in den Psalmen und zur Zeit des Alten Testaments wurde viel gesungen und musiziert. Auch die Menschen in den frühen christlichen Gemeinden ermunterten sich, gemeinsam zu singen. Deshalb wird auch heute in christlichen Gemeinden viel gesungen.

Das familiäre und berufliche Umfeld von Jesus war der Handwerksbetrieb seines Pflegevaters Josef (Markus 6,3). Vorbildlich war das Gottvertrauen seiner Mutter Maria. Das gesellschaftliche Umfeld zeigte sich vielfältig. Als etwa Dreißigjähriger durchzog Jesus mit seinen Jüngern das Land (Markus 3,14-19; Lukas 6,13-16). Dabei wechselte ihr Umfeld fast täglich: Kranke, Arme, Reiche, Beamte, Kinder, Mütter, Prostituierte, Schriftgelehrte. Allen begegnete Jesus mit der wahrhaftigen Liebe Gottes (Johannes 3,16).
