Wo lebte Jesus Christus?

Jesus Christus wurde in Betlehem geboren und wohnte die meiste Zeit seines Lebens in Nazaret. Als er begann, mit seinen Jüngern umherzuziehen, war er in Galiläa, Samarien, Judäa und dem Zehn-Städte-Gebiet unterwegs. Er lebte im Gebiet des heutigen Staates Israel und der palästinensischen Autonomiegebiete. Auf seinen Reisen kam er auch in Gegenden, die heute zum Libanon, zu Jordanien und zu Ägypten gehören.
Wie erkannten die Menschen Jesus Christus?

Jesus selbst gibt sich Menschen zu erkennen. Dies geschieht heute in vielfältiger Weise durch sein Wort und den Heiligen Geist. In der Bibel steht: Niemand kann „sagen: Jesus ist der Herr! wenn nicht der Heilige Geist in ihm wirkt“ (1. Korinther 12,3b).
Wann merkte Jesus Christus, dass er der Sohn Gottes war?

In der Bibel zeigt sich das erste Mal, dass Jesus bewusst war, dass er Gottes Sohn ist, als er 12 Jahre alt ist (Lukas 2,41-51). Seit wann er das weiß und woher, wird aber nicht gesagt. Maria und Josef, seine Mutter und sein Ziehvater, wussten schon vor seiner übernatürlichen Empfängnis und Geburt, dass Jesus der Sohn des Höchsten war (Matthäus 1,23). Vermutlich haben sie Jesus von den Geschehnissen erzählt, aber wir wissen nicht, wann (oder ob) das passiert ist.
Wie merkte Jesus Christus, dass er der Sohn Gottes war?

Es ist klar, dass der erwachsene Jesus seine Identität als Sohn Gottes kannte (Johannes 5,17-18). Schon mit 12 Jahren konnte er sagen, dass Gott sein Vater war (Lukas 2,41-51). Wie könnte er es auch nicht wissen, wenn er doch tatsächlich Gott war? (Johannes 1,1.14.18) Doch wann oder wie Jesus als Mensch diese Identität zuerst wahrgenommen hat, wird in der Bibel nicht gesagt. Womöglich haben seine Mutter Maria und sein Ziehvater Josef es ihm gesagt (Lukas 2,25-35.50)
Warum glauben wir, dass Jesus Christus der Sohn Gottes war?

Christen glauben, dass Jesus Gottes Sohn war und ist, weil er selbst diesen Anspruch erhoben hat. In der Bibel wird Jesus auch von anderen Personen als Sohn Gottes bezeichnet, z. B. von den Jüngern (Matthäus 14,33), von Dämonen (Matthäus 8,29), vom Teufel (Matthäus 4,3.6), vom Hauptmann unter dem Kreuz (Matthäus 27,54) und von den Verfassern der Evangelien (Markus 1,1). Selbst der Hohepriester fragte Jesus, ob er der Sohn Gottes sei (Matthäus 26,63). Er kannte demnach den Anspruch von Jesus bereits.
Warum glauben Muslime, dass Jesus Christus nur ein Prophet war?

Die Person Jesus wird auch im Koran erwähnt. Dort trägt er den Namen „Isa”. Im Islam ist er einer der größten Propheten. Er gilt als der Überbringer des Evangeliums (arab. Injil) für das Volk Israel. In der Bibel ist Jesus Christus mehr als nur ein Prophet. Er wird unter anderem als Sohn Gottes bezeichnet (Markus 1,1; Lukas 1,35), der die Menschen von Schuld und Sünde befreit. Damit ist er nicht nur der Überbringer einer Nachricht, er selbst ist die gute Nachricht (Evangelium) für alle Menschen.
Was passiert mit Menschen, die nie etwas von Jesus Christus hören?

Nachdem die Menschheit sich von Gott unabhängig erklärt hat (1. Mose 3,5) und bis heute eigenwillig lebt (durch Übertretungen von Gottes Geboten), hat sie ihr Anrecht auf ein ewiges Leben verloren (Römer 3,23; 6,23). Gott bietet trotzdem durch Jesus Rettung an. Doch das ist reine Gnade (Epheser 2,8-9).
Wer sichergehen will, dass niemand verloren geht, setzt sich dafür ein, dass andere von Jesus erfahren.
Wie erkennt man, ob jemand wirklich an Jesus Christus glaubt?

Den Ursprung des christlichen Glaubens finden wir bei Jesus. Glaube beinhaltet somit immer das Bekenntnis zu Jesus als dem Sohn Gottes (Matthäus 16,15-17). Ein Christ sollte den Aussagen über Jesus in der Bibel zustimmen. Zusätzlich betont die Bibel auch das Handeln als Zeichen für wahren Glauben (Jakobus 2,17). Vertrauen auf Jesus sollte sich im Handeln eines Christen widerspiegeln. Das Bekenntnis und das Handeln sind also zwei sich ergänzende Indizien dafür, dass ein Mensch Christ ist.
Warum glauben Esoteriker auch an Jesus Christus?

Esoteriker sind meist offen für viele religiöse Traditionen und integrieren bestimmte Elemente des christlichen Glaubens in ihr eigenes spirituelles Konzept. Manche verstehen Jesus als weisen Meister, als Guru oder als kosmische Energie. Auch wenn viele Esoteriker die großen Kirchen mit ihren Dogmen und Machtansprüchen ablehnen, faszinieren und überzeugen die Authentizität von Jesus und seine Vollmacht über die Energien des Kosmos Menschen, die auf der Suche nach echter Spiritualität sind.
Wie erkenne ich den Weg, den Jesus Christus mir zeigen will?

Jesus schenkt Weisheit und formt unsere Gedanken und Gefühle, sodass wir die richtige Entscheidung treffen können. Zum Beispiel, indem wir die Bibel lesen und ernst nehmen, uns weisen Rat von Mitmenschen geben lassen und durch den Heiligen Geist, der in allen Christen lebt. Solange Gott keine außergewöhnliche Führung schenkt, soll und darf jeder Mensch sein Leben aktiv gestalten.
Was bedeutet Jesus Christus ist der Hirte?

In der Bibel werden Hirten als Menschen vorgestellt, die ihre Herde beschützen, sie anführen und versorgen. In Johannes 10,11 bezeichnet Jesus sich als den guten Hirten und überträgt diese Eigenschaften auf sich selbst. Er ist der Beschützer, Versorger und Anführer seiner Nachfolger.
Warum heilte Jesus am Sabbath und streitet mit den Gelehrten?

Für Jesus sollte der Sabbat den Menschen dienen, nicht umgekehrt. Daher heilte er die Kranken auch am Sabbat. Doch die Gelehrten sahen es genau umgekehrt. Sie wachten akribisch über der Einhaltung des Sabbattages – das Gesetz war in ihren Augen wichtiger als die Menschen. Jesus stritt mit ihnen, weil sie über ihrer Gesetzlichkeit die Liebe zu den Menschen und die Barmherzigkeit vergaßen (Lukas 11,42).
