
Jesus ist gestorben, damit wir nicht mehr von Gott getrennt sein müssen. Unser Leben und Handeln passen nicht zu einem heiligen Gott. Keiner von uns bleibt ohne Fehler. Deshalb müssten wir von Gottgetrennt („tot“) sein. Doch Jesus Christus hat den Tod besiegt und ist auferstanden. Weil wir mit ihm durch den Glauben verbunden sind, hat der Tod auch keine Macht mehr über uns. Mit Jesus haben wir ein neues Leben. Gott und uns trennt nichts mehr.

Antike Biografien bzw. Lebensläufe wurden meist in einem Dreischritt von Anfang, Mitte und Schluss erzählt. Dabei sind Kurzfassungen sowie ausführliche Beschreibungen bekannt. Eine Kurzfassung des Lebens von Jesus mit Auftrag, Wirken sowie Tod und Auferstehung erzählt Petrus in Apostelgeschichte 10,37-41. Die ausführliche Fassung des Lebens von Jesus stellen die vier Evangelien dar.

Jesus kam in die Welt, um Menschen zu helfen. Er heilte Kranke und machte Tote lebendig. Diese Wunder zeigen, dass Jesus der Sohn Gottes ist und ewiges Leben gibt. Jesus starb für die Sünden der Menschen. Nach seiner Auferstehung kehrte er in die unsichtbare Welt zurück und ist jetzt überall da. Darum können Menschen sich an ihn wenden und Vergebung und Hilfe erfahren. Jesus spricht: „Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch abmüht und belastet seid! Ich will euch Ruhe schenken.“ (Matthäus 11,28)

Nach seiner Auferstehung begegnete Jesus Christus über einen Zeitraum von 40 Tagen mehrmals verschiedenen Menschen und Menschengruppen (Apostelgeschichte 1,1-5). Er hatte dabei einen tatsächlichen Körper, denn er konnte sprechen, Gegenstände bewegen, essen und von Menschen berührt werden. Sein Körper scheint aber in bestimmten Aspekten anders als zuvor gewesen zu sein, denn er konnte schlagartig auftauchen und verschwinden. Seitdem er in den Himmel emporgehoben wurde, lebt Jesus dort.

Nach seiner Auferstehung von den Toten begegnete Jesus Christus über einen Zeitraum von 40 Tagen mehrmals verschiedenen Menschen und Menschengruppen. Diese Begegnungen ereigneten sich in der Provinz Galiläa im Norden Israels, im Umkreis der Stadt Jerusalem sowie in Jerusalem selbst. Die Bibel spricht nicht darüber, ob der auferstandene Jesus einen festen Wohnsitz hatte. Danach ist Jesus in den Himmel aufgefahren. Dort lebt er jetzt, bis er zurückkommt (Apostelgeschichte 1,9-11).

Jesus Christus hat seinen Namen von Gott selbst bekommen. „Jesus“ drückt seinen besonderen Auftrag als ultimativer Retter (Matthäus 1,21) aus. Als Retter ist Jesus die vollkommene Erfüllung der alttestamentlichen Verheißung eines von Gott „Gesalbten“ („Christus“). In Apostelgeschichte 2,36 heißt es, dass Gott selbst Jesus zu dem einen Christus gemacht hat. Der Name „Jesus Christus“ zeigt seine Erhabenheit, Vollkommenheit und Einzigartigkeit und verdient höchste Anbetung.

In der Zeit und Kultur von Jesus war ein Rufname im Allgemeinen ausreichend.
Musste eine Person genauer identifiziert werden, hatte sich die Praxis durchgesetzt, den Namen des Vaters beizufügen. Nach dem Muster: XY, Sohn/Tochter von [Name des Vaters]. Diesem Brauch folgen die jüdischen Zeitgenossen von Jesus und fragen daher: „Ist das nicht Jesus, der Sohn von Josef? Wir kennen doch seinen Vater und seine Mutter!” (Johannes 6,42) Der Nachname von Jesus ist sein Beiname „der Sohn Josefs“.

Gott hatte entschieden, in der Person von Jesus richtig Mensch zu werden. Also wurde Jesus Teil einer Familie: Maria brachte ihn zur Welt (Lukas 2,5-7), Josef wurde sein (Adoptiv-)Vater (Lukas 3,23; Lukas 4,22). Es werden auch vier Brüder namentlich sowie mehrere Schwestern erwähnt (Matthäus 13,55-56). Zumindest die Brüder waren nicht immer einverstanden mit dem, was Jesus sagte und tat (Johannes 7,3-5). Das änderte sich jedoch nach seiner Auferstehung.

Späte Anknüpfungen an das Pseudo-Philippus-Evangelium wollen in Maria Magdalena die herausgehobene Gefährtin oder gar Partnerin von Jesus erkennen. Die Texte, die uns früh und verlässlich über Jesus informieren, berichten allerdings nichts von einer Frau von Jesus. Wahrscheinlich gibt es aber in einem von ihnen (1. Korintherbrief) einen Hinweis darauf, dass Jesus unverheiratet war.

Maria Magdalena war laut dem Neuen Testament eine Nachfolgerin von Jesus Christus (Lukas 8,2) und Zeugin seiner Auferstehung (Johannes 20,16-18). Im Neuen Testament finden wir keine Hinweise dafür, dass Jesus in einer romantischen Beziehung zu Maria stand. In der Belletristik des 20. Jahrhunderts wird von einer Romanze der beiden erzählt, die jedoch nicht belegt werden kann.

Als Jesus Christus auf der Erde war, hatte er sowohl männliche als auch weibliche Nachfolger und Jünger. Jesus erlaubte den Frauen, gemeinsam mit den Männern zu lernen und zu dienen (Lukas 10,38-42; Lukas 8,3). Er ließ Frauen sogar die ersten Zeuginnen seiner leiblichen Auferstehung sein (Matthäus 28,1.9-10). Damit wertete er die gesellschaftliche Stellung der Frau deutlich auf.

Jesus Christus behandelte Tiere gut. Er ritt auf einem Esel in Jerusalem ein. Im Alten Testament tat Gott sogar das Wunder, dass ein Esel sprechen konnte. Gott sagt: „Der Gerechte erbarmt sich über sein Vieh“, also über seine Tiere, die ihm anvertraut sind. Das schließt die Tatsache nicht aus, dass Gott dem Menschen den Verzehr von Fleisch erlaubt hat. Die Tiere sollen aber so geschlachtet werden, dass sie dabei nicht viel leiden müssen. Manche Christen leben aus Liebe zu den Tieren vegetarisch.
