
In Markus 7,14-15 erklärt Jesus indirekt alle Speisen für rein. Das wird an mehreren Stellen im Neuen Testament von Petrus und Paulus bestätigt.
Die jüdischen Reinheitsgesetze sollten die Israeliten ursprünglich vor Götzendienst schützen. Seit Jesus Christus und der Entstehung der Gemeinde sind sie überflüssig geworden. Die böse Unreinheit im menschlichen Herzen kann durch kein Gesetz gereinigt werden, sondern nur durch Jesus Christus selbst.

Die meisten Juden glauben nicht an Jesus als Messias oder Gott. Für sie ist er im schlimmsten Fall ein Verräter oder Verfolger und im besten Fall ein guter, missverstandener Jude. Aber seiner Geburt gab es auch immer Juden, die ihn als Messias und Gott angenommen haben. Sie werden heute als „Messianische Juden“ bezeichnet. Die Identität und Bedeutung von Jesus sind im Judentum sehr umstritten, aber immer mehr kommen zu dem Schluss, dass er doch der Messias ist.

Jesus hatte eine leibliche Familie. Dazu gehörten seine Mutter Maria, Brüder und Schwester. Aber für ihn sind alle, die auf Gott hören, Teil seiner Familie, unabhängig von der leiblichen Verwandtschaft (Matthäus 12,46-50).

Mit „Jesus Christus” und „Jesus von Nazareth” wird dieselbe Person bezeichnet. Nazareth ist der Name des Dorfes, in dem Jesus aufgewachsen ist. Der Titel „Christus” ist die griechische Version des hebräischen Wortes „Messias” und bedeutet „Gesalbter”. Das Volk Israel hatte schon seit Jahrhunderten auf einen Erlöser gewartet, der in Prophezeiungen angekündigt und als „Messias“ bezeichnet wurde (vgl. Lukas 24,26).

Maria Magdalena war eine Frau aus dem engeren Freundeskreis von Jesus Christus. Jesus befreite sie von einer schweren okkulten Belastung. Später gehörte sie zur ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem. In der Kunst wird Maria Magdalena gerne als besonders verführerische Frau dargestellt. Manche spekulieren, dass sie die Geliebte von Jesus gewesen sei. Das lässt sich aber nicht belegen. Leider kennt niemand die genauen Worte, mit denen Jesus Maria von ihrer okkulten Bindung befreit hat.

Jesus Christus wurde von römischen Soldaten gekreuzigt und starb an einem Freitag gegen 15:00 Uhr. Am Abend zuvor war er von der Tempelwache verhaftet worden. Noch in der Nacht und am Freitagmorgen wurde er von jüdischen und römischen Instanzen verhört, gefoltert und verurteilt. Jesus starb am 14. Tag des Monats Nisan oder einen Tag davor. Alle vier Evangelien in der Bibel berichten darüber relativ ausführlich.

Das Wort Erlösung geht auf die Bildsprache der Bibel zurück und bedeutet „Loskauf“ von etwas, das mich festhält oder mich teuer zu stehen kommt. Diesen Loskauf hat der Mensch nötig, weil er in Sünde – also Gottesferne – verstrickt ist. Jesus ist Mensch geworden, um die Menschen daraus zu erlösen. Bei seinem unschuldigen Tod am Kreuz trug er die Sünde aller Menschen. Wer zu Jesus gehört, erfährt dadurch die Erlösung. Ihm wird ein neues Leben in Gottes Gegenwart ermöglicht.

Außerhalb der Evangelien im Neuen Testament finden sich nur wenige zuverlässige Informationen über Jesus Christus und sein Leben. In den ersten Jahrhunderten der Christenheit dachten seine Nachfolger sich Geschichten über Jesus aus, z. B. über seine Kindheit und weitere Wunder. Diese beinhalten aber wenig Verlässliches. Nicht-christliche Historiker aus der Zeit von Jesus bezeugen seine Existenz, sprechen aber kaum über ihn. Die Hauptquelle über Jesus bleiben die Evangelien im Neuen Testament.

Die vier Evangelien des Neuen Testaments sind die Hauptquellen für Informationen über Jesus Christus. Sie erzählen von der Geburt und Taufe von Jesus, von seinen Wundern und seiner Lehre. Vor allem berichten sie aber über das Sterben von Jesus. Es war das zentrale Ereignis im Leben von Jesus und für den christlichen Glauben (vgl. Johannes 20,30-31).

In allen Kulturen werden Geschichten erzählt. Sie vermitteln allgemeine Weisheiten oder erzählen von vorbildlichem Verhalten. Auch Jesus nutzte Geschichten, um anschaulich zu machen, was er lehren wollte. Vor allem Gottes Wesen und seine Welt beschrieb er durch Erzählungen, die sich im Alltag seiner Zeit ereignen konnten. Jesus konnte so anschaulich erzählen, dass seine Zuhörer Teil des Geschehens wurden. Jesus wollte damit einladen, über Gottes Barmherzigkeit zu staunen und ihm zu vertrauen.

Jesus lehrte die Menschen vorzugsweise durch Gleichnisse. Das bedeutet: Er stellte anhand damaliger Alltagssituationen ewige und göttliche Wahrheiten dar.

Jesus Christus ist beides: Er ist Retter und Richter der ganzen Menschheit. Als Retter kam er das erste Mal auf die Erde, um stellvertretend für die Sünde der Menschen zu sterben (Johannes 1,29). So erhält jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben bei Gott (Johannes 3,16). Ein zweites Mal wird Jesus Christus als Richter auf die Erde kommen (Johannes 5,21-23). Dann wird er jeden Menschen gemäß dem richten, was er in seinem Leben getan hat (Offenbarung 20,11-15).
