
Jesus ging nach seiner Auferstehung zu seinem himmlischen Vater. Von dort wird er sichtbar für alle Menschen zurückkommen (Apostelgeschichte 1,9-11).
Das zeigt: 1) Jesus ist wirklich Gottes Sohn und regiert mit ihm in Ewigkeit. 2) Jesus hatte seinen Auftrag in dieser Welt erfüllt. Er ging, damit er an seine Stelle den heiligen Geist senden konnte. Der Heilige Geist kann gleichzeitig bei allen Kindern Gottes sein. Damit begann eine neue Zeit für die Kirche in der Kraft des Geistes.

Gott hat sich in Jesus Christus offenbart. Darum ist Jesus unvergleichlich einzigartig. Er versöhnt uns mit Gott, indem er stellvertretend das Gericht Gottes trägt, das wir verdient haben (2. Korinther 5,19f). Wer seine Sünden bekennt und die Vergebung der Sünden annimmt, wird ein Nachfolger von Jesus. Er orientiert sich an den Worten, die Jesus gesagt hat, und an seinem Leben. Jesus ähnlicher zu werden ist ein lebenslanger Prozess, der endet, wenn Jesus wiederkommt (1. Johannes 3,2).

Jesus Christus versteht man am besten anhand der über ihn aufgeschriebenen Worte. Es gibt vier anerkannte Biografien von Jesus, die sich hauptsächlich mit seiner Wirkzeit von ungefähr drei Jahren beschäftigen. Diese Biografien nennt man Evangelien – das heißt übersetzt „Frohe Botschaft”. Darin wird der Kern der Lehre von Jesus überliefert, die Botschaft über das Reich Gottes (Markus 1,15). Das bedeutet: Gott möchte in den Herzen der Menschen sein Königreich aufbauen.

Menschen können Jesus Christus auf unterschiedliche Art und Weise erleben: durch die Bibel, im Gebet, in der Gemeinschaft mit anderen, im Abendmahl und durch den Heiligen Geist in uns. Das gilt auch heute noch. Wenn wir Jesus Christus erleben, tritt er in unser Leben. Bereits in der Bibel finden sich sehr viele Erzählungen darüber, wie Menschen Jesus Christus persönlich erlebt haben

Jesus lernt man am besten kennen, wenn man die vier Evangelien (Markus, Matthäus, Lukas, Johannes) in der Bibel liest. Oder man hört Lieder, die von Jesus sprechen, betet zu ihm (redet mit ihm), besucht den Gottesdienst und trifft Menschen, die Jesus bereits kennen. Oder man geht in die Natur oder in die Stille. Jesus selbst hat versprochen, sich finden zu lassen, wenn ihm jemand begegnen will (Matthäus 7,7).

Unser Gewissen kommentiert alles, was wir sagen und tun. Unsere Gedanken kreisen deshalb häufig um schuldhafte Verstrickungen. Wir versuchen uns vor uns selbst und vor anderen zu rechtfertigen. Oder wir verfallen in Selbstanklagen und Selbstzweifel.
Vergebung ermöglicht ein Leben im Einklang mit uns selbst und mit Gott. Der Glaube an Jesus Christus vermittelt die Hoffnung auf diese Vergebung.

Auf Englisch heißt „Jesus Christus“ Jesus Christ.

Viele Menschen mit unterschiedlichen Sprachen sind Christen. Deshalb wird der Name Jesus Christus auch verschieden ausgesprochen. Auf Italienisch lautet er Gesù Cristo. Auf Japanisch イエス・キリスト(Iesu Kirisuto), auf Malagasy Jesoa Kristy und auf Ukrainisch Ісус Христос (Isus Khrystos). Bei aller Unterschiedlichkeit gilt: Unabhängig von Sprache oder Herkunft kam und starb Jesus für alle Menschen. In der Bibel steht im 1. Timotheusbrief 2,4: „Er [Gott] will ja, dass alle Menschen gerettet werden.“

Es ist unmöglich, eine Liste aller Bibelstellen über Jesus Christus zu erstellen. Im Neuen Testament ist Jesus die zentrale Person und der große Anlass für alle Texte darin. Sie stellen das Leben, Sterben und Auferstehen von Jesus dar und besprechen, was daraus für die Menschheit folgt. Dabei stehen sie in der Tradition und Geschichte des Alten Testaments, das Erwartungen und Ankündigungen über das Kommen eines „Gesalbten“ enthält, die im Neuen Testament von Jesus erfüllt werden.

Die Gebote galten auch für Jesus Christus, da er als Israelit „dem Gesetz unterstellt“ war (Galater 4,4). Er kannte und verstand den Zweck der Gebote (vgl. Markus 2,23-27; Galater 3,19). Jesus Christus hat die Gebote als einziger Mensch gehalten (vgl. Hebräer 4,15) und noch mehr: Er hat die Gebote erfüllt (vgl. Matthäus 5,17), um die Welt zu retten (vgl. Johannes 3,16-21)

Jesus gab seinen Jüngern den Auftrag, Menschen zu seinen Jüngern zu machen (Matthäus 28,17-20). Er kannte die damit verbundenen Herausforderungen, z. B. Verfolgung. Deshalb versprach er, bei ihnen zu sein.
Jesus sagte, dass er nach seiner Auferstehung und Rückkehr in den Himmel den Heiligen Geist senden würde. Durch den Geist Gottes blieb Jesus bei den Jüngern (Johannes 16,7-15). Der Heilige Geist lebt in allen, die zum Glauben an Jesus Christus kommen (Römer 8,9-10).

