
Jesus war ein Mensch wie du und ich. Doch er war ohne Sünde, denn er war Gottes Sohn. Beides verkörperte er in seiner Person während seiner irdischen historischen Existenz: „Er, das Wort, wurde ein Mensch. Er lebte bei uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, die ihm der Vater gegeben hat – ihm, seinem einzigen Sohn.“ (Johannes 1,14)

Die Frage, ob Jesus ein starker Mann war, lässt sich nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten. Denn Jesus war sowohl 100 % Gott als auch 100 % Mensch. Von seiner menschlichen Seite her dürfte er ein durchschnittlich starker Mann gewesen sein. Von seiner göttlichen Seite herkommend jedoch allmächtig.

Jesus Christus ist mein Guter Hirte (Johannes 10,11-15). Er hat sein Leben für mich eingesetzt und mich von aller Schuld befreit (Matthäus 9,6). Durch ihn habe ich ewiges Leben bei Gott. Er hat mir Frieden und Hoffnung geschenkt (Römer 15,13). Da er der Sinn und die Freude meines Lebens ist, will ich mich nach seinem Wort richten. Er beschenkt mich mit Ideen und Gaben, ihm auf dem Weg der Nächstenliebe zu dienen (1. Petrus 4,7-11).

Menschen machen ganz unterschiedliche Erfahrungen mit Jesus Christus. Sicher ist: Immer, wenn ein Mensch auf Jesus Christus trifft, dann ändert das in irgendeiner Art und Weise sein Leben. Ein Blick in das Neue Testament lohnt sich. Dort kann man sehen, welche Erfahrungen Menschen gemacht haben, als sie Jesus Christus begegnet sind. Und auch heute gibt es zahlreiche Menschen, die von Erfahrungen mit Jesus Christus erzählen können.

Jesus Christus erleben bedeutet: Gewissheit seiner Gegenwart zu haben. Auch ohne ihn zu sehen, kann man ihn überall und auf vielfältige Weise erleben. Zum Beispiel im Gebet, in der Kirche, beim Bibellesen, in Träumen, in der Musik, in der Natur oder in Gemeinschaft. Wenn man durch eine dieser Möglichkeiten ein persönliches Erlebnis bzw. eine „Begegnung” mit Jesus hat, erzeugt dies eine tiefe Glaubensgewissheit.

Wer Jesus Christus heute ist, kommt ganz auf den Standpunkt an. Sieht man in ihm eine berühmte Persönlichkeit der Geschichte, dann ist sein Leben vorbildlich und seine Lehre interessant. Geht man davon aus, dass er auferstanden ist, dann lebt er heute wie damals. Das heißt: Er begegnet immer noch Menschen, spricht sie an, berührt sie und heilt. Das geschieht durch seinen Geist. Dann gilt allen, die sich für ihn öffnen:Jesus versöhnt mit Gott und gibt ein neues, ewiges Leben.

Man würde vermuten, dass Jesus heute so alt wäre wie das Jahr, in dem wir gerade leben. Schließlich geht unsere Zeitrechnung ja von der Geburt von Jesus aus. Allerdings wissen wir dank heutiger Forschungen, dass der Mönch Dionysius sich bei der Berechnung des Geburtsjahres von Jesus verrechnet hat. Jesus ist mindestens drei Jahre älter als das Jahr Null. Das bedeutet, er wäre im Jahr 2025 ca. 2028 Jahre alt.

Jesus ist der ewige Sohn Gottes. Er wurde Mensch (Johannes 1,14). Das feiern wir an Weihnachten. Jesus tat viele Wunder: Er heilte Kranke, weckte Tote auf und erzählte den Menschen vom Himmelreich. Viele glaubten an ihn, andere hassten ihn. Er wurde zum Tod am Kreuz verurteilt und ins Grab gelegt. Am dritten Tag wurde er wieder lebendig. Das feiern wir an Ostern. Gott hatte geplant, dass das alles so passieren würde. Jesus sollte die Strafe für unsere Sünde tragen, damit uns vergeben werden kann (1. Korinther 15,3).

Die Bibel nennt drei zusammenhängende Gründe, warum Judas Jesus verraten hat.

Die Bibel gibt uns eine zweifache Antwort auf diese Frage: Erstens wurden zwei Verbrecher an jenem Tag mit Jesus Christus gekreuzigt (Matthäus 27,38). Zum anderen wurde jeder, der an Jesus Christus glaubt, „mit ihm gekreuzigt” (Galater 2,19). Was bedeutet das? Mein altes Leben, mein altes Ich und meine Sünde wurden gekreuzigt, d. h. abgetötet. Jetzt lebt der auferstandene Jesus in mir und bringt sein Leben in mir zur Entfaltung (Galater 2,20; 2. Korinther 5).

Jesus Christus gab aus Liebe sein Leben für uns. Er nahm die Schuld für unsere Sünden auf sich. Er überwand den Tod durch seine Auferstehung. Jesus Christus hat tiefes Mitgefühl mit allen Leidenden. Er lebt und ist bei allen, die ihm vertrauen. Allen, die an ihn glauben, gilt die Zusage: „Seid gewiss: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.” (Matthäus 28,20).
Am Ende der Zeit werden alle, die Jesus vertrauen, nicht verurteilt werden, sondern in das ewige Leben hineingehen.

Jesus Christus wurde an ein Kreuz genagelt, mit einem Nagel durch seine beiden Fersenknochen und je einem Nagel durch seine Handwurzelknochen. Er starb langsam und qualvoll unter stetigem Heben und Senken des Körpers: Beim Senken schmerzten besonders die Hände und es drohte Erstickung. Also hob er sich an; das verursachte wiederum große Schmerzen in den Füßen. Während dieser Qualen kümmerte er sich liebevoll um die Menschen um sichherum und starb nach einem schweren inneren Ringen in Frieden.
