
Der Heilige Geist wirkt heute auf vier Arten. Menschen kommen zum Glauben an Jesus und erleben, dass sie ein neues Leben erhalten (Johannes3,5-8). Der christliche Glaube weitet sich aus, die frohe Botschaft von Jesus wird auch in den hintersten Ecken der Welt verkündigt (Apostelgeschichte 1,8). Außerdem haben Christen Mut, auch in Verfolgung treu zu Jesus zu stehen (Lukas 12,11-12) sowie einander und den Menschen in ihrer Umgebung mit Gaben des Heiligen Geistes zu dienen (Römer 12,3-8).

„Heiliger Geist“ schreibt man als festen Eigennamen im Deutschen immer groß. Für Christen ist der Heilige Geist eine Person Gottes, die tröstet, Glauben schenkt und Gottes Nähe erfahrbar macht.

Der hebräische Name für den Geist Gottes ist Ruah. Dieser Begriff bedeutet so viel wie Wind, Atem oder Luft. Er soll zeigen, dass der Heilige Geist für den Menschen Lebensatem ist und wir Menschen eine enge Verbindung mit Gott zum Leben brauchen.
Das griechische Wort für den Heiligen Geist ist Parakletos. Es bedeutet übersetzt so viel wie Tröster und Beistand. Dieser Name des Heiligen Geistes soll aussagen, dass Gott uns in seinem Heiligen Geist nahe bleibt, uns begleitet und tröstet.

Auf Hebräisch heißt der Heilige Geist „Ruach haKodesch“. „Ruach“ bedeutet Wind, Atem oder Geist und „haKodesch“ heißt „der Heilige“. In 1. Mose 1,2 steht auch „Ruach Elohim“ (Geist Gottes) als Beschreibung seiner schöpferischen, lebendigen Gegenwart.

Alle Christen haben den Heiligen Geist; sie haben ihn durch den Glauben an Jesus empfangen und sind durch ihn mit allen Gläubigen verbunden. Zusätzlich ermutigen besonders das Lukasevangelium und die Apostelgeschichte dazu, sich nach der Kraftausrüstung des Heiligen Geistes auszustrecken. Durch verschiedene Kraftwirkungen des Heiligen Geistes wird die Verkündigung des Evangeliums durch die Gläubigen unterstützt.

Der Heilige Geist hat eine große Bedeutung in der Bibel. Am Anfang der Schöpfung schwebt er über dem Wasser (1. Mose 1,2). Er befähigt Menschen, Außerordentliches zu tun, er gibt Kraft (Richter 15,14-15), Weisheit (2. Mose 31,3) und prophetische Visionen (Hesekiel 37,1). Wenn ein Mensch Christ wird, spielt der Heilige Geist eine zentrale Rolle. Von entscheidender Bedeutung ist er auch im praktischen Glaubensleben und im Wachstum als Christ. Er wird als dritte Person des dreieinen Gottes angebetet.

Wenn du an Jesus Christus glaubst, hast du den Heiligen Geist empfangen; das verspricht dir die Bibel klar. Er bleibt für immer bei dir. Gleichzeitig darfst du dich immer wieder nach neuer Erfüllung mit dem Geist ausstrecken. Bitte Gott einfach darum: Er schenkt dir seinen Geist gerne.

Nein, der Heilige Geist ist keine Taube, allerdings ist die Taube ein weit verbreitetes Symbol für den Heiligen Geist. Dies geht auf die Taufe von Jesus zurück, bei der der Heilige Geist erschien wie eine Taube. Der Heilige Geist ist die dritte Person der Trinität und damit wesensgleich mit Gott Vater und Jesus. In der Bibel finden sich noch weitere Symbole für den Heiligen Geist.

Die Firmung ist ein Sakrament der Katholischen Kirche. Es wird normalerweise jungen Menschen gespendet, die das Vernunftalter erreicht haben und als Babys getauft wurden. In der Feier der Firmung wird auf alle zu Firmenden der Heilige Geist herabgerufen, dann legt der Bischof jedem die Hand auf und salbt ihm die Stirn. Die Firmung ist der notwendige Abschluss der Taufe. Erst damit ist der Mensch ganz in die Kirche aufgenommen. Der Heilige Geist wurde aber schon in der Taufe empfangen.

Diese Sünde besteht darin, das offensichtliche Wirken des Heiligen Geistes dem Teufel zuzuschreiben – und sie geschah im historischen Kontext einer Auseinandersetzung zwischen Jesus und den Pharisäern. In manchen Kreisen wird die Angst vor dieser Sünde missbraucht, um Kontrolle auszuüben. Doch der Heilige Geist ist dein Tröster, nicht dein Ankläger. Wenn du dir Sorgen machst, die Sünde wider den Heiligen Geist begangen zu haben, ist das ein starkes Zeichen, dass du sie nicht begangen hast.
