
Jesus gab seinen Jüngern den Befehl, in alle Welt zu gehen und die Menschen zu seinen Jüngern zu machen. Sie sollten die Menschen taufen im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Und sie sollten ihnen alles beibringen, was er ihnen aufgetragen hatte.
Doch Jesus ließ seine Jünger nicht einfach alleine gehen. Er versicherte ihnen: „Ich bin immer bei euch, jeden Tag.“

Der Ausdruck „Ich habe mich für Jesus entschieden“ kann aber aus verschiedenen Gründen missverstanden werden. Deshalb werden in der Bibel meist andere Begriffe dafür verwendet.

Jesus spricht im Neuen Testament häufig über den Himmel. Er beschreibt ihn als Ort der Gemeinschaft mit Gott. Über die Hölle spricht Jesus seltener, aber eindringlich. Er beschreibt sie als Ort der Finsternis und des Zähneknirschens.
Allerdings erklärt er nicht genau, wie diese Orte aussehen, sondern spricht meist in Gleichnissen. Durch sie ruft er seine Zuhörer zur Umkehr auf. Er betont, dass die Entscheidung für oder gegen ihn und seine Botschaft ewige Konsequenzen hat.

Die Einheit unter Christen ist ein Herzensanliegen von Jesus Christus. Im sogenannten hohepriesterlichen Gebet bittet er Gott, seinen Vater, genau darum. Gott selbst ist mit der Einheit von Vater, Sohn und Heiligem Geist ein Vorbild für die Einheit der Christen.
Die Grundlage der Einheit von Christen ist ihr gemeinsamer Glauben und die Liebe Gottes. Es ist abstoßend und befremdlich, wenn Christen sich untereinander anfeinden.

Motivation ist ein viel zu schwaches Wort für das, was Jesus in Menschen auslöst. Besser passt: Jesus bewegt. Dabei manipuliert er nicht. Stattdessen sagt er die Wahrheit über sich und über uns. Seine Liebe berührt manche Menschen tief. Anderen gefällt die Begegnung mit ihm gar nicht.
Jesus möchte uns zur Nachfolge und zum Glauben bewegen. Durch den Heiligen Geist motiviert er uns nicht nur, sondern hilft ganz praktisch bei der Umsetzung.

Diese Frage wird unterschiedlich beantwortet, denn die Bibel enthält keine klaren Aussagen dazu. Das Alte Testament beschreibt den Tod als Schlaf, während im Neuen Testament verschiedene Szenarien dargestellt werden. Das Leben nach dem Tod übersteigt unser Denkvermögen. Aber Christen können sicher glauben, dass der Tod nicht das Ende ist, und sie ewig mit Jesus leben werden.

Christen feiern das Abendmahl, weil Jesus es ihnen aufgetragen hat. Es erinnert an das letzte Mahl von Jesus mit seinen Jüngern vor seiner Verhaftung. Und es ist eine Predigt ohne Worte über das Opfer von Jesus zur Vergebung der Sünden und die Verheißung des ewigen Lebens. Durch das Abendmahl erleben Christen Gemeinschaft mit Jesus, der in Brot und Wein gegenwärtig ist, und untereinander.
Deshalb ist das Abendmahl ein zentrales Element christlicher Gottesdienste und des christlichen Glaubens.

Jesus knüpft mit seinen Aussagen über die Zukunft an die damaligen Vorstellungen seiner Mitmenschen an. Er spricht vom Kommen des Reiches Gottes. Dieses Reich ist jedoch nicht an ein bestimmtes Gebiet gebunden, sondern verändert die Menschen von innen heraus.
In diesem Reich Gottes wird es weder Sünde und Tod noch Ungerechtigkeit mehr geben. Gott möchte seine Schöpfung von allem Leid erlösen. Wenn Menschen nach dem Willen Gottes leben, zeigt sich dieses Reich Gottes schon heute.

Bei jedem neugeborenen Kind suchen wir nach Ähnlichkeit mit den Eltern. Christen werden auch als Kinder Gottes bezeichnet. Sie sind Teil der Familie Gottes. Jesus selbst hat ihnen ein Beispiel gegeben, wie man als Teil dieser Familie lebt. Mit dem Bild des Anziehens neuer Kleidung spricht die Bibel davon, dass wir Jesus Christus anziehen sollen. Gemeint ist: Seine Liebe, seine Geduld, seine Barmherzigkeit usw. sollen in unserem Handeln sichtbar werden.

Jesus sagte, dass das Reich Gottes unter uns ist, weil es mit seinem Wirken auf der Erde begonnen hat. Es zeigt sich nicht durch äußere Zeichen, sondern durch Jesus selbst und das Wirken des Heiligen Geistes.
Jesus sprach oft in Gleichnissen über das Reich Gottes. Sie machen deutlich: Das Reich Gottes ist dort, wo Jesus ist. Es wächst langsam und wird in der Zukunft seine wunderbare Schönheit und Herrlichkeit entfalten.

Aktuell verlieren die Kirchen in Deutschland und im Westen Einfluss. Das Christentum ist keine Staatsreligion mehr, Kirchen werden scheinbar nicht mehr gebraucht.
Aber diese Schwäche kann auch eine Stärke sein. Denn Jesus Christus liebt die Schwachen und schenkt ihnen seine Kraft. Auch die ersten Christen waren eine Minderheit ohne Macht. Wenn die Kirche sich auf Jesus als ihre Kraftquelle besinnt, kann sie auch mit wenig Ressourcen und Macht die frohe Botschaft weitertragen.

Jesus sagt über sich: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“ Das bedeutet: Ohne Jesus können wir in unserem geistlichen Leben nichts erreichen, egal, wie sehr wir uns anstrengen. Alle Kraft und alle Nährstoffe kommen von ihm. Deshalb ist die Verbindung zu ihm entscheidend. Für Veränderungen („Früchte“) müssen wir geduldig auf Gottes Zeitplan und Pflege vertrauen.
