Jesus Christus ist der Mensch gewordene Sohn Gottes, Sohn Marias und Ziehsohn des Zimmermanns Josef. Mit knapp 30 Jahren begann er mit seiner öffentlichen Tätigkeit: Er predigte Gottes Reich, Liebe und Vergebung, sammelte Jünger um sich, vollbrachte Wunder und lehrte. Seiner Kritik an den religiösen Führern folgten Konflikte. Um 30 n. Chr. wurde er in Jerusalem gekreuzigt. Nach drei Tagen ist er auferstanden und nach weiteren 40 Tagen in den Himmel zurückgekehrt.
In Markus 6,3 lesen wir, dass Jesus von Beruf Zimmermann war. Im griechischen Grundtext der Bibel wird das Wort „tekton“ verwendet. Dieser Ausdruck ist am besten zu übersetzen mit „Bauhandwerker“.
Der Name Jesus bedeutet “Gott rettet” und der Name Christus bedeutet “der Gesalbte”. Während Jesus der Rufname ist, handelt es sich bei Christus um einen Ehrennamen bzw. Titel. Beide Namen haben eine Bedeutung: Der Rufname Jesus verweist auf die Rettung, die Gott den Menschen in Jesus von Nazareth bringt (vgl. Matthäus 1,21). Der Titel Christus verweist darauf, dass sich in der Person Jesus Christus die Verheißungen Gottes erfüllen (vgl. Lukas 24,26).
An Jesus zu glauben, bedeutet eine Beziehung mit ihm zu haben (1. Korinther 1,9). Beim Glauben kommt es auf die Zuverlässigkeit der Person an, in welche ich mein Vertrauen setze. Daran entscheidet sich, ob mein Glaube tragfähig ist oder nicht.
Glaube an Jesus Christus ist tragfähig, weil Jesus den Tod, den größten Feind des Lebens, besiegt hat (1. Korinther 15,55-57). Deshalb hat er auch die Macht, alle anderen Widrigkeiten des Lebens zu besiegen.
An Jesus zu glauben bedeutet: Ich nehme an, was die Bibel über ihn sagt, und setze mein Vertrauen in seine Lehren und sein Opfer für die Menschheit. Ich erkenne ihn als Gottes Sohn und Erlöser an, werde getauft, nehme seine Botschaft der Liebe und Vergebung an und folge ihm durch Gebet, Studium seiner Worte und Anwendung seiner Lehren im täglichen Leben nach. Das erfordert eine persönliche Entscheidung, die durch Gebet, Reflexion und die Gemeinschaft mit anderen Glaubenden vertieft wird.
Der Mensch ist darauf angewiesen, dass Jesus Christus sich ihm zu erkennen gibt, weil er Gott ist. Aber der Mensch kann sich in der Bibel, der zuverlässigsten Quelle über die Person Jesus Christus, auf die Suche nach ihm machen. In der Bibel heißt es: “Ihr werdet mich suchen, und ihr werdet mich finden.” (Jeremia 29,13; vgl. Matthäus 7,7) Außerdem kann man Jesus Christus in Form eines Gebets darum bitten, dass er sich zu erkennen gibt.
Jesus wird uns in den vier Evangelien des Neuen Testaments von seinen Begleitern vorgestellt. Sie beschreiben Jesus als jemanden, der Liebe lebte und predigte, der an Menschen interessiert war und der noch heute in geistlicher Form in der Welt aktiv ist. Man kann ihn zum Beispiel erleben, wenn man sich im Gebet an ihn wendet.
Über das Leben von Jesus Christus nachzudenken, ist eine wichtige Sache. Mit Jesus zu leben geht jedoch noch viel weiter – und verändert und erfüllt das eigene Leben. Jesus lädt uns dazu ein (zum Beispiel in Matthäus 11,28 oder Johannes 8,12). Wie man mit ihm lebt, wird hier beschrieben. Ein wichtiges Stichwort ist dabei: persönlich!
Glaube an Jesus Christus ist eine persönliche Beziehung zu ihm. Grundlage für diese Beziehung ist der Glaube an Jesus Christus. Durch ihn wird ein Mensch ein Kind Gottes (Johannes 1,12). Diese Zugehörigkeit und Beziehung zu Jesus ist ein Geschenk. Jesus hat sein eigenes Leben geopfert und ist vom Tod auferstanden. Damit hat er uns Menschen einen Zugang zu Gott freigemacht. Der Glaube an Jesus Christus ist der Weg zu Gott (Johannes 14,6).
Gott ist absolut heilig und gerecht. Diese Welt und wir Menschen entsprechen dem nicht. Neben allem Guten gibt es durch uns auch viel Böses. Gott kann nicht einfach über Sünde hinwegsehen. Er liebt uns Menschen jedoch so sehr, dass er eine Beziehung zu uns möchte. Um seine Gerechtigkeit zu erfüllen, braucht es ein Opfer (Römer 3,21-24). Deshalb kam Gott in Jesus Christus selbst auf die Welt, um für uns am Kreuz zu sterben (Johannes 3,16).
Sündenvergebung durch Jesus Christus bedeutet: Uns wird die Schuld erlassen, die wir durch die Sünde Gott gegenüber begangen haben. Das geschieht durch den Glauben an Jesus Christus (Johannes 3,16; 1. Johannes 2,17). Jeder Mensch ist durch die Sünde schuldig vor Gott. Nur durch Jesus Christus kann uns diese Schuld vergeben werden. Wir können schuldenfrei Gott gegenüber sein und somit hier und in Ewigkeit in einer Beziehung mit Gott leben (vgl. Kolosser 2,12-15).
Ja, man kann Jesus Christus noch heute erleben. Dazu muss man sich nach seinen Worten und Taten richten, wie sie uns in der Bibel berichtet werden. In Jesus hat Gott uns Menschen seine Liebe gezeigt. Nach seinem Tod am Kreuz, seiner Auferstehung und Himmelfahrt wirkt Jesus auch heute in der Welt. Wer zu ihm betet und seinem Wort folgt, wird Jesus also auch heute erleben.