
Wie alt ist Gott?
Kurze Antwort
Gott hat kein Alter, denn er begann nicht irgendwann einmal damit, zu existieren, und wird niemals aufhören zu existieren. Fragt man, „wie alt“ Gott in Jahren sei, versucht man, ein Maß anzuwenden, das ausschließlich für Geschöpfe, nicht jedoch für den Schöpfer gilt. Darum ist die Antwort nicht eine Zahl, sondern ein Begriff: Gott ist ewig (im Sinne von „alle Zeit umfassend“) – ohne Anfang, ohne Ende und unverbraucht in seiner Lebenskraft, die er selbst ist.
Die Selbstexistenz Gottes
Anders als wir ist Gott in seinem Sein nicht abhängig von irgendetwas außerhalb von sich, sondern er ist „selbstexistent“. Er ist das eigentliche „Sein“, über das hinaus es nichts Größeres gibt. Daher nennt er sich selbst den großen „ICH BIN“ (2. Mose 3,14), nach anderer Übersetzung auch: „ICH WERDE SEIN“, denn er ist immer da. Alles, was es außer Gott noch gibt, existiert nur, weil es von ihm in irgendeiner Weise hervorgebracht wurde (Offenbarung 4,11). Gott ist nicht ein Wesen „innerhalb“ einer größeren Wirklichkeit, von der er abhängig wäre, sondern die letzte und absolute Wirklichkeit. Es gehört zu Gottes Wesen, dass er nicht zur Welt der geschaffenen Dinge gehört, die alle einen Anfang in der Zeit haben. Gott ist vielmehr der Ursprung von Raum, Zeit und allen Geschöpfen; darum ist er vor aller Zeit und über alle Zeit hinweg derselbe.
Die Zeit ist Schöpfung Gottes
Die Frage, „wie alt“ Gott sei, basiert auf einem Kategorienfehler: Eine solche Fragestellung verkennt, dass Gott nicht Teil der von ihm selbst hervorgebrachten Schöpfung, sondern ihr voraus ist und über ihr steht. Da auch die Zeit eine geschöpfliche und keine selbstexistente Größe darstellt, ist es unmöglich, in Bezug auf Gott ein „Alter“ zu „messen“. Die Zeit als „Maßeinheit“ ist aufgrund ihrer Geschöpflichkeit nicht geeignet, den Ewigen zu fassen – wie überhaupt nichts geeignet ist, Gott zu „messen“.
Die Offenbarung Gottes
Wir können Gott nicht „messen“, wohl aber erkennen, weil er sich offenbart hat. Am deutlichsten tat er das in seinem Sohn Jesus Christus, der als Mensch in unsere Welt gekommen ist: „Kein Mensch hat Gott jemals gesehen. Nur der eine, der Mensch geworden ist, selbst Gott ist und an der Seite des Vaters sitzt – der hat uns über ihn Auskunft gegeben“ (Johannes 1,18). „Niemand kennt den Sohn, nur der Vater. Und niemand kennt den Vater, nur der Sohn – und die Menschen, denen der Sohn den Vater zeigen will“ (Matthäus 11,27). Allen, die an ihn glauben, will der Sohn den Vater zeigen. Wir dürfen und können Gott durch Jesus Christus kennenlernen.
Bist du bereits zu Jesus gekommen? Falls nicht, bist auch du herzlich eingeladen, ihn als deinen Herrn und Retter anzunehmen – ihn und Gott, seinen Vater, wirklich kennenzulernen! Jesus verspricht: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen“ (Johannes 6,37). Schon früher hat Gott verheißen: „Denen, die ihn aufnahmen, verlieh er das Recht, Kinder Gottes zu werden.“ Sie gilt auch heute noch für „alle, die an ihn glauben“ (Johannes 1,12).
Björn-Christian Grube
Gemeinde und Missionswerk Arche e. V.: https://www.arche-gemeinde.de/
und
Martin Bucer Seminar: https://www.bucer.de/
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