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Warum hat Jesus Christus diesen Namen?

Warum hat Jesus Christus diesen Namen?

Kurze Antwort

Jesus Christus hat seinen Namen von Gott selbst bekommen. „Jesus“ drückt seinen besonderen Auftrag als ultimativer Retter (Matthäus 1,21) aus. Als Retter ist Jesus die vollkommene Erfüllung der alttestamentlichen Verheißung eines von Gott „Gesalbten“ („Christus“). In Apostelgeschichte 2,36 heißt es, dass Gott selbst Jesus zu dem einen Christus gemacht hat. Der Name „Jesus Christus“ zeigt seine Erhabenheit, Vollkommenheit und Einzigartigkeit und verdient höchste Anbetung.

Warum „Jesus“?

„Jesus“ bedeutet „Gott rettet“. Der deutsche Name entstammt dem Lateinischen und ist auf die griechische Version „Iesous“ zurückzuführen. Diese wiederum kommt vom hebräischen Namen „Jeschua“ – „Gott rettet“. In vielen Kulturen ist es üblich, dass Vater und Mutter ihrem Kind seinen Namen geben. Das trifft auch auf die meisten Familien zu, von denen die Bibel berichtet. Wer den Namen bestimmt, drückt damit aus, dass er in einem Autoritätsverhältnis zum Kind steht (vgl. 2. Samuel 12,24-25). Als Jesus geboren wurde, hatten seine Eltern eine Vielzahl an Namen zur Auswahl. Im Geburtsbericht von Jesus im Matthäusevangelium lesen wir jedoch, dass ihnen die Namensgebung von Gott abgenommen wurde. Josef, dem Mann der Maria, Mutter von Jesus, erschien ein Gottesbote im nächtlichen Traum. Dieser befahl ihm ausdrücklich, dem Kind den Namen „Jesus“ zu geben (Matthäus 1,21). Josef folgte gehorsam dem Auftrag (Matthäus 1,24-25). Auch Maria wurde von einem Engel beauftragt, ihren Sohn „Jesus“ zu nennen (Lukas 1,31). Die Bibel berichtet also, dass Gott selbst Jesus Christus den Rufnamen „Jesus“ gab. Josef als der gesellschaftlich anerkannte Vater von Jesus (Autoritätsposition) gab ihm zwar praktisch gesehen seinen Namen. Doch weil Gott selbst der „biologische“ Vater war (Matthäus 1,20; Lukas 1,35), war er es, der Jesus in seiner Autorität wirksam benannte.

Wir lesen im selben Abschnitt auch, warum es dieser Name sein sollte. Zur Zeit der Geburt von Jesus und in den Jahrtausenden zuvor gab es einige Männer, die mit „Jesus“ oder einer Variante des Namens benannt waren. In der Bibel lesen wir immer wieder davon, dass der Name eines Menschen etwas über sein Leben oder seinen Lebensauftrag aussagt (vgl. 1. Mose 17,1-8). Männer, die „Jesus“ hießen, verwiesen also auf die Verheißung „Gott rettet“. Jesus Christus unterschied sich jedoch von den anderen. In Matthäus 1,21 lesen wir, dass er nicht nur auf Gottes Rettung verweisen sollte, sondern „er wird sein Volk retten“. Diese Aussage konnte getroffen werden, weil Jesus Christus selbst Gott war und Gott in ihm nun eine besondere Rettung vorhatte. Sein Name proklamierte folglich seinen Auftrag: Er kam auf die Erde, um Menschen von Sünden zu retten. Diesen Auftrag erfüllte er treu bis zum Ende. Deshalb kann nun sogar jeder Mensch durch den Glauben an ihn die Freiheit von seinen Sünden finden (vgl. Johannes 3,16; Römer 3,22-26).

 

Warum „Christus“?

„Christus“ bedeutet „Gesalbter“. Der lateinische Begriff entstammt dem griechischen „Christos“. Das wiederum ist die Übersetzung des hebräischen „Maschiach“ – „Gesalbter“. Dieser „Name“ ist also eigentlich ein Titel. Im Gegensatz zum Rufnamen wurde dieser Titel nicht speziell für Jesus Christus ausgewählt, sondern Jesus Christus war der Ausgewählte für diesen Titel. Seinen biblischen Ursprung hat der Titel im Alten Testament. Dort wurden Menschen als Gesalbte bezeichnet, die von Gott für einen besonderen Auftrag berufen worden waren (als König, als Priester oder als Prophet). Dieser Auftrag stand im Dienst von Gottes ultimativem Plan, ihn auf der Erde zu repräsentieren und sein Volk aus Sündennot zu erretten (vgl. Lukas 2,17-32). Meist wurden diese Personen buchstäblich mit Öl gesalbt (vgl. 2. Mose 29,1.7; 1. Samuel 16,1.13; 1. Könige 19,16). Dieser Auftrag galt entweder für eine von Gott festgelegte Zeitdauer (vgl. 1. Samuel 16,1) oder – wie in den meisten Fällen – auf Lebzeit. Auch Jesus war ein Gesalbter Gottes, allerdings auf besondere Weise. Seine Salbung fand nicht mit Öl statt, sondern mit dem Heiligen Geist, symbolisiert in einer Taube (vgl. Matthäus 3,13-17 mit Jesaja 61,1). Im Alten Testament wurde die Vorstellung geprägt, dass es einen Christus geben würde, der Gottes Auftrag vollkommen ausführen würde (vgl. Daniel 9,25-26; Johannes 1,41; Matthäus 16,16). Ein Retter wurde bereits in 1. Mose 3,15 verheißen. Der Begriff „Christus“ verkörpert also einen Hoffnungsträger für Gottes Volk. In Apostelgeschichte 2,36 lesen wir, dass Gott selbst Jesus von Nazareth zu dem einen Christus gemacht hat. Im Gegensatz zu den vorigen Gesalbten endete der gottgegebene Auftrag von Jesus nicht mit seinem Tod, sondern überdauert bis in Ewigkeit (vgl. 1. Petrus 3,18.22).

 

Das „Wozu“ des Namens „Jesus Christus“ für heute

Mit dem Namen Jesus Christus wird ausgedrückt, dass dieser Mann aus Nazareth der von Gott verheißene Retter für sein Volk war, der die Menschen von Sündennot erretten sollte. Vor seiner Geburt war er nur als „der Christus“ bekannt, sein Rufname war unbekannt. Während seines Lebens wurde er gebräuchlich mit „Jesus“ angesprochen und beschrieben. Einige betitelten ihn auch als Christus, doch zeigen die Evangelien, die Lebens- und Leidensberichte von Jesus, dass der Name „Jesus Christus“ kaum verwendet wurde (vgl. Matthäus 16,16; Markus 1,1; Johannes 1,41). Erst nach seiner Himmelfahrt wurde der Sohn Gottes als Jesus Christus bekannt und auch häufig so benannt. In der Apostelgeschichte oder den folgenden Briefen an die Gemeinden verweist die Verwendung von „Jesus Christus“ auf die Erhabenheit des Gottessohnes nach seiner Erniedrigung im Leben und Tod (vgl. Philipper 2,6-11), die Vollkommenheit seines Erlösungswerkes (vgl. Römer 3,22-26) und seine Einzigartigkeit, die ihn würdig macht, angebetet zu werden (vgl. Römer 16,25-27). Es gibt nur eine einzige Person mit diesem Namen, weil nur einer den Auftrag als „Jesus Christus“ vollkommen erfüllen konnte: der Sohn Gottes (vgl. Römer 5,1-11). Er ist die ultimative Erfüllung der ewig gültigen Rettung Gottes und ist würdig, von den Erlösten, die seinen Namen bekennen, angebetet zu werden (vgl. 1. Korinther 1,2).

 

 

Hannah Naomi Dobner

Alumni der FTH Gießen

www.fth-gießen.de

Geändert am: 20.11.2025

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